
LOHNT SICH EIN EXOSKELETT?
Ein Exoskelett entfaltet seinen Nutzen erst dann, wenn es richtig in bestehende Abläufe integriert wird. Dazu gehören praxisnahe Einführungsschritte, Akzeptanz bei den Anwendenden und ein klarer Blick auf die Wirtschaftlichkeit.
Die Investition in Exoskelette erscheint im ersten Moment hoch. Wenn das Einsatzszenario richtig kalkuliert wird, amortisiert sich die Anschaffung jedoch bald.
WIRTSCHAFTLICHE BETRACHTUNG
Unternehmen stehen bei der Anschaffung eines Exoskeletts vor der Wahl zwischen Kauf, Leasing oder Mietmodellen. Jede Option bietet Vorteile – von geringer Anfangsinvestition über flexible Laufzeiten bis hin zu klar kalkulierbaren Kosten über die Nutzungsdauer.
Die spannende Frage ist jedoch nicht nur „Was kostet ein Exoskelett?“ – sondern welchen Effekt hat es wirklich auf Mitarbeitende, Prozesse und Kosten im Alltag? Hier kommen konkrete Zahlen ins Spiel, die den Nutzen greifbar machen.
Um realistische Entlastung ins Team zu bringen und von den wirtschaftlichen Vorteilen profitieren zu können, ist es jedoch sehr wichtig, die richtigen Rahmenbedingungen zu schaffen. Die Wirksamkeit hängt direkt davon ab, dass jede Person im relevanten Arbeitsbereich das Exoskelett ausreichend nutzen kann. Daher sollten genügend Exoskelette vorhanden sein.
Beispielrechnung
Hinweis: Die Beispielrechnung wurde mit repräsentativen Werten und konservativen Richtwerten angestellt. Marktpreise und individuelle Kosten variieren.
Annahmen
Kosten pro Krankheitstag: 427,36 €
Preisannahme eines passiven Exoskeletts zur Rückenentlastung: 3.500,- €
Ausgehend von einer Nutzungsdauer von sechs Jahren liegen die Kosten pro Jahr bei 583,33 €. Die Relation der Jahreskosten zu den Kosten pro Krankheitstag liegt bei 1,36.
Das Exoskelett amortisiert sich bereits bei 1,5 verhinderten Krankheitstagen pro Jahr.
WEITERE ÖKONOMISCHE VORTEILE
Die Kosten eines Exoskeletts sind nur eine Seite der Medaille. Auf der anderen Seite stehen Einsparungen und Mehrwerte, die sich über die Zeit bemerkbar machen und echte Unternehmensvorteile mit sich bringen.
Mitarbeiterbindung
Ein Unternehmen, das in Gesundheit und Ergonomie investiert, erhöht seine Attraktivität als Arbeitgeber. Geringere Fluktuation spart langfristig Rekrutierungskosten.
Langfristige Attraktivität von körperlich belastenden Berufen
Viele junge Menschen entscheiden sich aus Sorge um ihre Gesundheit gegen körperlich belastende Berufe. Die Möglichkeit, die Gesundheit durch Arbeitsmittel zu erhalten, macht diese Berufe langfristig attraktiv.
Außenwirkung
Die Positionierung als moderner und gesundheitsbewusster Arbeitgeber wirkt nicht nur auf potenzielle Bewerbende, sondern auch auf Kunden und Klienten.
